Reisekoffer von der Steuer absetzen

8 November 2007

Ein Manager darf nach einem Urteil des Hessischen Finanzgerichts Ausgaben von 1056 Euro für zwei Reisekoffer von der Steuer absetzen (13 K 2035/06). Das Finanzamt hatte den Steuerabzug abgelehnt und argumentiert, dass er die Koffer auch privat und nicht nur für Dienstreisen nutzen könne.

Die Finanzrichter schlugen sich auf die Seite des Managers und sahen als erwiesen an, dass er die Koffer “ausschließlich beruflich” nutzt. Er müsse als Vorstand einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft viel reisen und habe daher einen berufsbedingt erhöhten Kofferverschleiß.

Der Mann hatte ausgesagt, dass er neun Koffer besitze und drei davon für Dienstreisen verwende.

Das Argument der Beamten, schon die Beförderung privater Kleidung sei steuerschädlich, wies das Gericht zurück: Der “Transport bürgerlicher Kleidungsstücke” stehe dem Steuervorteil nicht entgegen.


Bundesfinanzhof stoppt Beamten

8 November 2007

Der Verdacht allein, Geld ins Ausland geschafft zu haben, um Erbschaftssteuer zu sparen, reicht nicht. Finanzbeamte müssen das auch beweisen können, wie ein aktuelles Urteil zeigt.

Eine Frau vererbte ihr gesamtes Vermögen ihrem Steuerberater, mit dem sie offenbar mehr verband als ein reines Mandantenverhältnis. Der Nachlass bestand aus Kapitalanlagen im Wert von einigen Hunderttausend Euro, der Rheinländer musste 115 000 Euro Erbschaftsteuer zahlen. Später erfuhr das Finanzamt, dass die Verstorbene zwei Jahre vor ihrem Tod eine hohe Summe anonym nach Luxemburg transferiert hatte. Die Beamten verdächtigten den Erben, auch dieses Geld erhalten, aber in der Erbschaftsteuererklärung verschwiegen zu haben. Da er inzwischen verstorben war, forderten sie von seiner Tochter und Alleinerbin eine Nachzahlung von 224 000 Euro.

Der Bundesfinanzhof stoppte die Beamten: Sie hätten nicht bewiesen, dass das Luxemburger Geld zur Zeit der Erbschaft noch vorhanden war. Beamte dürften auch bei “Auslandssachverhalten” nur Steuern nachfordern, wenn “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” eine Hinterziehung vorliege (II R 66/06). Der bewährte Grundsatz “im Zweifel für den Beschuldigten” gelte auch, wenn Erben bei der Aufklärung der Angelegenheit nicht kooperieren.


Steuerprüfer

8 November 2007

Steuerprüfer stellen schon mal schnell Zusammenhänge her, wo Steuerpflichtige keine sehen. So sollte eine Betriebsfeier nicht absetzbar sein, weil ein Geburtstag “privat mitveranlasste” Kosten verursacht habe. Finanzrichter sehen das anders.

Ein Steuerberater und ein Anwalt luden Mitarbeiter, Geschäftspartner und Mandanten ein, das fünfjährige Bestehen ihrer Sozietät zu feiern. Die Bewirtung der 120 Gäste kostete 9 500 Euro. Nach der Betriebsprüfung sagte das Finanzamt: Die Ausgaben seien steuerlich nicht absetzbar, da ein Partner der Sozietät am Tag vor der Feier 50 Jahre alt wurde. Somit spreche alles dafür, dass es nicht nur eine Jubiläums-, sondern auch eine Geburtstagsfeier war; und “privat mitveranlasste” Kosten seien nicht absetzbar.

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg stoppte die Beamten: Für den Verdacht gebe es “keinen objektiven Anhaltspunkt” (1 K 1377/03). Die Gäste seien nur zum Jubiläum geladen worden, und auf der Gästeliste hätten nur Personen des beruflichen Umfeldes gestanden. Das 260- Personen-Buffet belege nicht, dass auch Familie und Freunde da waren, sondern könne Folge großzügiger Planung sein.


Jenseits des Klassenkampfes

8 November 2007

Der Streik der Lokführer zeigt: Heute verläuft die entscheidende Frontlinie nicht mehr zwischen Arbeit und Kapital. Die Branchen marschieren lohn- und tarifpolitisch immer seltener im Gleichschritt. Diese Entwicklung ist zwangsläufig und unumkehrbar, meint Norbert Berthold in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt.

 Lesen Sie mehr zu diesem Thema: hier


Steuerplus für Fiskus stagniert 2008

8 November 2007

Im kommenden Jahr ist die Steuerherrlichkeit für Bund, Länder und Kommunen vorbei:

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90 Dollar pro Barrel – na und?

27 Oktober 2007

Studie zu den ökonomischen Folgen hoher Ölpreise
www.handelsblatt.com


Neue globale Inflation

27 Oktober 2007

Die Preise für den täglichen Bedarf sind stark gestiegen, deshalb nehmen Bürger Kaufkraftverlust und gefühlte Inflation viel stärker wahr. Doch nicht nur in Deutschland wird es immer teurer, sondern weltweit. Welche Folgen die Rückkehr der Inflation hat und wer die Verantwortung dafür trägt.

 Für Sie gelesen: hier


Selbstständigen wird das Leben schwer gemacht

24 Oktober 2007
  • Die Zahl der Lohnsteuer-Außenprüfungen wird verdoppelt!
  • Die Umsatzsteuer-Nachschauen sollen ausgeweitet werden.
  • Fehler in Rechnungen führen (nach jetzigen Plänen) zum vollständigen Verlust des Betriebsausgabenabzugs.
  • Umkehr der Beweislast bei Steuergestaltungen: Nicht mehr das Finanzamt muss nachweisen, dass Sie gegen das Gesetz handeln. Sie müssen nachweisen, das Sie im Sinne des Gesetzes handeln.
  • Klammheimlich werden Steuerfallen in die Gesetze eingebaut, die Betriebsprüfern Tür und Tor öffnen.

Der Fiskus soll ab sofort noch genauer als bisher hinschauen! Dafür wird die Zahl der Lohnsteuer-Außenprüfungen in den deutschen Unternehmen noch weiter erhöht.

Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln:
Digitale Betriebsprüfung
Spezielle Prüf-Software
Noch mehr eingesetzte Betriebsprüfer

Das einzige Ziel dieses Maßnahmenpakets: Es soll sicherstellen, dass bei der Lohnsteuer trotz Wirtschaftsbooms noch höhere Mehreinnahmen erzielt werden.

Die Reisekostenabrechnungen werden dabei einen Schwerpunkt der Lohnsteuer-Außenprüfungen bilden. Denn bei diesen Abrechnungen kommt es besonders häufig zu Fehlern und Versäumnissen.

Gehen Sie auf Nummer sicher und nutzen Sie ACC-Office Management.


Unglaublich, aber wahr

24 Oktober 2007

Ab 2008 sollen nach den Vorstellungen des Finanzministers die Betriebsprüfer noch mehr Steuernachzahlungen bei Unternehmen eintreiben als bisher.

Ziel ist hier vor allem, Ihnen den Vorsteuerabzug aus Ihren Eingangsrechnungen zu streichen. Aber auch Ihre Reisekostenabrechnungen und Bewirtungsaufwendungen stehen im Fadenkreuz des Fiskus.

Der Minister: „Wer in Deutschland ein Unternehmen betreibt oder einer selbstständigen Tätigkeit nachgeht, muss selber wissen, was er tut.“
So unverhohlen hat noch kein Minister Menschen vor der Selbstständigkeit gedroht.
ACC-OFFICE: Da fragt man sich doch wirklich. Wer schafft denn die Arbeitsplätze. Was würde denn der Staat machen ohne die, die den Mut haben eine Firma  zu führen und zu leiten. Bei 90% der Firmen die 70% der Arbeitsplätze schaffen. Poltiker!!!

Mehr noch:

Mit der Unternehmenssteuerreform wird die Gangart noch weiter verschärft:

  • Ansparabschreibungen: verschärft
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter: fast vollständig eingedämpft
  • Degressive Abschreibung: gestrichen
  • Mieten, die sie zahlen: Das sind keine Ausgaben mehr, das ist jetzt Gewinn (!!)
  • Leasing- und Kreditraten: Werden jetzt auch zum Betriebsgewinn erklärt

Wichtig ist:
Wenn Sie sich JETZT nicht auf diese Entwicklung vorbereiten, werden Sie als Unternehmer, Geschäftsführer oder als der für die Unternehmens-Steuern verantwortlicher Finanzbuchhalter den Kürzeren ziehen!


Rückenwind für Steuereintreiber

16 Oktober 2007

Angesichts von 5,4 Milliarden Euro, die jährlich als verloren eingestuft werden, treibt der Fiskus Steuerschulden immer entschiedener ein.

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